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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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BK hat am 07.05.2018 16:14:05 geschrieben :

Marx
An Ihrem Kommentar zur Aufstellung der Marx-Statue in meinem schönen Wohnort sieht man mal wieder, wie simpel Ihre Denkmuster sind. Das ist schon arm, und eines studierten und promovierten Akademikers mehr als unwürdig. Ich lade Sie ein, sich die sehr gut gemachte Ausstellung anzuschauen. Und mal "Das Kapital" zu lesen. Keine Angst, das ist kein Propagandapamphlet, sondern ein nach wie vor aktuelles Standardwerk zur Wirtschaftstheorie und sehr nüchtern geschrieben.
 
Kommentar: Wie ich zitiert habe, hat er im "kommunistischen Manifest" zum gewaltsamen Kampf aufgerufen. Dem sind viele Menschen gefolgt und haben im Namen des Kommunismus über 100 Millionen Menschen ermordet und noch viel mehr unterdrückt. Und da darf man nicht die Aufstellung einer monumentalen Statue dieses geistigen Brandstifters kritisieren?

A.J. hat am 05.05.2018 07:54:59 geschrieben :

Sie haben Recht:
Dazu zu tanzen ist kein Kriterium für gute Musik. Ich wollte auch lediglich feststellen, dass die fehlende "Monotonie", von der sie sprachen ehr ein fehlender Rhythmus ist, ohne diese Tatsache in ein Gut/Schlecht-Schema ein zu ordnen.

Sie urteilen wider einmal über mich, ohne mich zu kennen, bzw schließen von sich auf mich, womit sie definitiv einen Fehler machen:
»Wenn man etwas nicht versteht, wirkt es langweilig«
Ihnen mag das vielleicht so ergehen, mir jedoch nicht. Im Gegenteil:
Abgesehen mal davon, dass sie überhaupt nicht urteilen können, ob ich ihre Musik verstehe, geht es mir so, dass ich, wenn ich etwas nicht verstehe, ich mich sogar noch wesentlich intensiver (und keineswegs gelangweilt) damit befasse, eben um es zu verstehen.
Klar ist meine Meinung subjektiv, genau wie die ihrer Hörer. Aber wieder einmal urteilen sie über die Prioritäten der Menschen auf Grund ihres Musikgeschmacks:
(Subjektive) Meinung eines Klassikhörers = wichtig
(Subjektive) Meinung eines Metal-Hörers = unwichtig
Letzteres sogar im Bezug auf seine eigene Musik...
Schonwieder ziemlich doppeltmoralisch.

Interessant, dass es inzwischen überhaupt nicht mehr um "Gewaltmusik" zu gehen scheint, sie sind nämlich auf keinen Punkt, der dies behandelt ein gegangen, woran liegt das?
 
Kommentar: =12px"(Subjektive) Meinung eines Metal-Hörers = unwichtig Letzteres sogar im Bezug auf seine eigene Musik..."
So sehe ich das keinesfalls. Was aber zählt, ist nicht die subjektive Meinung Einzelner, sondern die nachprüfbaren Fakten. Die können eine Einzelmeinung bestätigen, ihr aber auch widersprechen. Sie mögen subjektiv Metal als harmlos empfinden; Statistiken über Einstellungen von Metal-Hörern und viele Beispiele krimineller Metal-Musiker und -hörer, die sich auf Inspiration durch die Musik berufen haben, zeigen eine andere Realität. 

A.J. hat am 03.05.2018 23:18:05 geschrieben :

Doktor Miehlings Doppeltmoral
Auf der einen Seite:
Illegale Drogen – und selbst die weichsten davon – sind böse, eben weil sie illegal sind...
Auf der anderen Seite:
Alkohol ist ok, weils legal ist, auch wenn jährlich unzählige Menschen an Folgen von übermäßigen Alkoholkonsum sterben....

Lassen sie mich abschließenf folgende Worten der "Space Frogs" zierten:
Doppelmoral ist doppeltdoof
 
Kommentar: Falsche Unterstellungen sind auch doof. Übermäßigen Alkoholkonsum habe ich bei Gewaltmusikern schon oft kritisiert. Bei klassischen Musikern geht der Alkoholkonsum jedenfalls in der Regel nicht so weit, dass sie deswegen öffentlich auffällig werden. Und natürlich ist die Frage nach der Legalität ein wichtiges Kriterium, denn das sage ich ja dauernd, dass Gewaltmusiker und Gewaltmusikhörer im Durchschnitt die Gesetze weniger respektieren als Interpreten und Hörer klassischer Musik.

A.J. hat am 03.05.2018 22:53:19 geschrieben :

...
»Die entscheidende Frage ist, inwieweit sich subjektive Empfindungen und Meinungen durch objektive Untersuchungen bestätigen lassen.«
Auf jeden Fall nicht in dem man es in irgendwelche Durchschnittswerte verwustet...
Also wollen sie sagen:
Subjektive Wahrnemungen, die von irgendwelchen Studien gestärkt sind, sind "echter" als die, die es nicht sind?
Vielleicht sollten sie einsehen, dass jedes Individuum seine eigene Wahrnehmung – und somit in gewisser Weise auch seine eigene Realität – hat...

Was heißt den "viel" Schlagzeug?
Wenn sie sich mal intensiver mit Metal als Musik – und nicht einfach als Sündenbock für irgendwas – befassen würden, dürfte ihnen auffallen, dass das Schlagzeug dort ehr unterschwellig, als – um es frei nach den Worten von Alexander Prinz zusagen – Klang, der die restlichen Instrumente durch das Lied hindurch trägt.
Die klangbildliche Darstellung von Gewalt (in Form von Schlägen oder Schüssen) durch das Schlagzeug – bzw -werk – findet man ironischer Weise ehr in der klassischen Musik... Und auch ist da das Schlagwerk – kommt es vor – wesentlich aufdringlicher und dominanter.
Und im Hip Hop, (Mainstream- oder Elektro-)Pop, so wie Techno und Dubstep, gibt's garkein Schlagzeug... Alles elektronisch – und das klingt definitiv anders als akustische Trommeln, Becken, Gongs und Was-Weiß-Ich-Nicht's.

Naja... Man hat im Metal mindestens drei – ehr mehr – Instrumentalspuren, die – im Gegensatz zu ihrer Musik – unterschiedliche Melodien spielen plus Gesang.
Monotmie findet man dann wohl ehr im Mainstream-Pop,Assi-Rap und Schlager. Ich werde das Gefühl aller dings nicht los, dass es sich bei der von ihnen gennanten Monotonie ehr um einen Rhythmus handelt, welchen zumindest ich, vergeblich in ihrer Musik suche man kann zu ihrer Musik nicht Headbangen – geschweige denn tanzen...
Zudem kommen im Metal aus der klassischen Musik entlehnte Noten, rasche – Teils unvorhersehbare – Rythmus und Tempie-Wechsel, und noch so einiges... Im allgemeinen muss man sagen, dass der Metal eine Musik ist, auf die man sich einlassen muss um die Tiefe und Komplexität war zu nehmen.

Und was ist mit den Metal-Sängern mit ihrm Klar- bis Falsettgesang, der die "schreienden" Sänger zahlenmäßig doch ziemlich in den Schatten stellt – vom klassischen Operettengesang im Metal, wie er beispielsweise bei Nightwish, Xandria un Coronatus zu finden ist?

Und wie kann es sein, dass ich beim hören ihrer Musik das Bedürfnis verspüre, ein Nickerchen zu machen, während ich diverse Metal-Stücke mehrere Male, aufmerksamst höre, um die Musik als Ganzes zu begreifen, wenn ihre Musik doch so viel komplexer und die grauen, kleinen Zellen fördernder ist, als die, die ich höre?
 
Kommentar: Elektronisches Schlagzeug wirkt natürlich auch aggressiv.
=12px"man kann zu ihrer Musik nicht Headbangen – geschweige denn tanzen"
Das ist auch nicht beabsichtigt und kein Qualitätskriterium guter Musik. Natürlich gibt es auch in der klassischen Musik Tänze; Ich habe auch welche komponiert, aber dazu gibt es kein Klangbeispiele.
Ihre letzte Frage ist leicht zu beantworten: Wenn man etwas nicht versteht, wirkt es langweilig. Bei einer neulichen Uraufführung einer Sonate für vier Blockflöten sagte mir einer der Zuhörer, mein Stück hätte ihm von allen am besten gefallen; und eine Frau meinte, ich würde noch in die Musikgeschichte eingehen. Das ist natürlich wieder nur subjektiv - genauso subjektiv wie das, was Sie empfinden. Für mich zählt das Urteil von erfahrenen Klassikhörern natürlich mehr.     

Columba hat am 03.05.2018 14:52:34 geschrieben :

Alkohol-und Tablettensucht bei Orchestermusikern
https://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/lampenfieber-beethoven-auf-betablockern_aid_268682.html
"Der Griff zur Flasche, zu Tabletten gehört für viele Berufsmusiker zur Routine. So wie das Stimmen ihres Instruments. „Alkohol und Betablocker sind ein Problem“, bestätigt Claudia Spahn, Professorin für Musikermedizin in Freiburg. Ein offenbar drängendes Problem, das die Klassikwelt nur allzu gern totschweigt."
[...]
"Nervenkiller Klassik
50% der deutschen Orchestermusiker leiden unter Auftrittsangst.
34% bekämpfen ihre Angst mit Alkohol oder Betablockern.
20% sind über das Ausmaß der eingenommenen Mittel besorgt."

In Freiburg, sieh mal einer an. Da können Sie das Thema ja mit der Dame diskutieren, wenn Sie sie mal treffen. Bei einem Prosecco oder besser einem O-Saft in der Konzertpause oder so.
 
Kommentar: Ist ein alter Hut und wurde schon einmal hier diskutiert. Alkohol und Betablocker sind legal. Wie im dem Text steht, sollen Auftrittsängste bekämpft werden; es geht also nicht um das Erleben eines Rausches, wie bei den hedonistischen Gewaltmusikern. Ein erkennbar betrunkener Orchestermusiker würde seinen Arbeitsplatz nicht lange behalten.     

A.J. hat am 02.05.2018 10:13:24 geschrieben :

Subjektive Wahrnehmung und Komplexität
Ich finde es dermaßen interessant, wir sehr sie om Bezug auf subjektive Wahrnehmung – von ihnen vereinfacht als Meinung dargestellt – mit dem sprichwörtlichen "zweierlei Maß" messen, dass ich einen Vortrag darüber halten würde, wäre "Das denken Des Klaus Miehling über subjektive Wahrnehmung" ein ernst zu nehmendes Thema.
Auf der einen Seite ist die "subjektive Meinung" meiner Seits oder anderer Metaller, laut ihnen, vollkommen irrelevant, während sie mit den "subjektiven Meinungen" diverser Individuen, die dann auf einmal vollkommen aussagekräftig sein sollen...

Angefangen, bei ihrer Aussage, dass Metal (und "Gewaltmusik" im allgemeinen) "nicht so schön, wie klassische Musik" klingt.
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters – oder hier ehr im Ohr des Hörers – was die Klingt-schön/klingt-nicht-schön-Diskusion zu einer höchst subjektiven Angelegenheit macht.

Dann geben sie in "Was sie über Heavy Metal wissen sollten" die Aussage einer Mutter an, deren Sohn sich das Leben nahm, während er "Gewaltmusik" hörte, gegen die sie selbst etwas hatte.
Abgesehen einmal davon, dass eine Mutter – zumindest wenn sie normal tickt – den Tod ihres Kindes immer emotional wahrnimmt, kann man nicht davon ausgehen, dass sie diese sache objektiv beurteilt... Sie suchte nach einem Grund für den Freitod ihtes Sohnes. Und was liegt da näher, als der komischen, kranken, düsteren und gewalttätigen Musik, die der Sohn hörte – und die auch noch lief, als er sich das leben nahm – die Schuld zu geben?
Ein – wenn gleich nicht unbedingt richtige – vollkommen nachvolziehbarer Gedanke. Aber eben emotional und somit absolut subjektiv.

Während der N-Wort-Diskussion führen sie dann die subjektive Meinung Roberto Blancos ins Feld.

Und schließlich wurzelt die Studie, die der Kern unserer letzten Diskussionen war in subjektiven Empfindungen, welche nach eigener – subjektiver – Interpretation als Zahlenwert angegeben werden soll und schließlich in Durchschnittswerte gestopft wurden.


Zum Thema Komplexität, beweisen besonders die letzten beiden Punkte, wie simpel ihr Hirn gesteikt zu sein scheint:
Was Roberto Blanco angeht, weiß ich nicht, was es ist... Entweder taten sie, was sie selbst mir einmal vorwarffen (nur die Überschrift eines Artikels lesen und daraus Fehlschlüsse ziehen), oder sie waren aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage, den Kern seiner Aussagen wieder zu geben.
Ließt man den Text nämlich aufmerksam, wird einem klar, das Roberto Blancos Aussage keines Wegs so simpel "er hat nichts da gegen Nega gennant zu werden", wie sie sagten. Viel mehr ging es in diesem Text nur um dieses Wort in dieser Situation und im Kontext mit diesem exaktem Wortlaut und dem Hintergrund dieser Aussage.

Was die Studie angeht, ist soetwas, wie das, was in dem Test getan wurde wesentlich komplexer, als "Metal hat die und die Wirkung".
Es gibt wesentlich mehr Aspekte, die diese Situation beeinflussen:
Die grundlegende Stimmung der Person an diesem Tag, die emotionale Bindung (bewusst und unterbewust), die der Hörer (individuell) mit dem jeweiligen Lied hat...
Zu dem kommt noch die Tatsache, dass einzelne Personen die Werte extrem variieren lassen können.
Alles Dinge, die sie (vielleicht auch schon die jenigen, die die Studie stellten) unter den Teppich fallen ließen.

Auch ihre Einstellung zu Columbs Aussage ist sehr interessant:
"viel Schlagzeug = böse, weniger bzw kein Schlagzeug = gut" ist also eine viel komplexer Aussage als "Schkagzeug = Böse, kein Schlagzeug = gut"?
Ihre Einstellung zu komplex und nicht komplex ist seh interessant...

Was macht "komplex Musik" eigentlich ihrer Meinung aus, wenn sie Metal als einfach gestrickt und Musik wie die ihre als komplex ansehen?
 
Kommentar: Die entscheidende Frage ist, inwieweit sich subjektive Empfindungen und Meinungen durch objektive Untersuchungen bestätigen lassen. Und da zeigt sich eben, dass aggressive Musik einen negativen Einfluss ausübt. 

Die Aussage =12px"viel Schlagzeug = böse, weniger bzw kein Schlagzeug = gut" ist nicht "komplex", gleichwohl ist sie durch die Version von Columba vereinfacht und verfälscht worden. Im übrigen ist die kleine Tabelle natürlich so zu verstehen, dass sie die Pole eines Kontinuums darstellt. Man kann also lesen: je mehr Schlagzeug, desto aggressiver, und entsprechend für die anderen Parameter.

Hohe Komplexität bedeutet eine hohe Informationsdichte. In meiner Tabelle kommt der Begriff nur einmal vor: sowohl eine "monotone" als auch eine "extrem komplexe" Melodie wird dort als tendenziell aggressiv angesehen, wobei ich im letzten Fall eher an Avantgarde dachte, denn extrem komplexe Melodien dürfte es in populärer Musik kaum geben. Natürlich muss man auch das im Kontext betrachten: In klassischer Musik kann eine monotone Melodie auch Trauer und Resignation darstellen - dann ist aber auch der klangliche Ausdruck ein entsprechender. Wenn hingegen ein Metal-Sänger auf einem Ton schreit, wird das aggressiver wirken als wenn er das zu einer hübschen Melodie macht. 

Columbs hat am 01.05.2018 09:51:00 geschrieben :

Sag ich doch.
Und aus Ihrem magnum opus "Gewaltmusik, Musikgewalt", einzusehen auf Google Docs, S. 11:
"+ aggressiv                  - aggressiv
viel Schlagzeug            kein bzw. wenig Schlagzeug"

Also Schlagzeug böse, kein Schlagzeug gut. Werfen Sie mir bitte nicht vor, dass diese vereinfachte Darstellung in Ihren Texten angeblich nicht zu finden sei.
 
 
Kommentar: SIE vereinfachen, indem Sie das "bzw. wenig" weglassen und für "viel Schlagzeug" einfach "Schlagzeug" setzen. So wie ich es formuliert habe, ist es korrekt. 

Columba hat am 30.04.2018 16:16:38 geschrieben :

Zitat
Ich zitiere mal Ihre Aussage aus dem Interview auf https://www.sleazemag.com/internet/meinungen-sind-auch-idioten/
"Sogar Bach wird zu Gewaltmusik, wenn man ihm ein Schlagzeug unterlegt."
 
 
Kommentar: Stimmt! Es kommt eben auf den Klang an. 

Columba hat am 27.04.2018 12:21:44 geschrieben :

Aussagen und Äußerungen
Natürlich kann eine natürlichsprachliche Äußerung (nicht Aussage) diskriminierend sein, wir sind hier ja in der Kommunikationstheorie und nicht in der formalen Logik. In der Kommunikationstheorie ist es so, dass der Empfänger die Deutungshoheit über die Nachricht hat. Nicht der Sender. Das schließt den affektiven Teil der Nachricht mit ein. Bitte nachlesen etwa bei Schulz v. Thun, oder wie von BK erwähnt bei Bühler.

Sie schreiben: "Im Übrigen könnten Afrikaner auch argumentieren, dass erst die westliche Technik mit ihren Möglichkeiten der Klangverstärkung und -verzerrung das Böse in der Musik perfektionert hat."
Ähhhhh wie bitte? Der überwiegende Teil der Menschheit, ob afrikanisch oder nicht, geht weder davon aus, dass afrikanische Musik oder Musik mit afrikanischen Wurzeln böse ist, noch dass Verstärker und E-Gitarren böse sind. Daher wird keiner so argumentieren, da die Prämissen schon falsch sind (jetzt sind wir tatsächlich bei der formalen Logik).

Haben Sie denn keinen Kühlschrank? Keine HiFi-Anlage? Kein elektrisches Licht? Wenn Sie diese Dinge haben, die ja auch mit Strom betrieben werden, warum sollten dann ausgerechnet Verstärker, E-Gitarren etc. nicht OK sein? Nur weil Sie den Klang nicht mögen? Andere Leute mögen z.B. keine Geigen oder Kirchenorgeln, wollen diese Dinge aber noch lange nicht abschaffen.

Sie haben diese seltsame Malen-nach-Zahlen-Denke. Bei Ihnen ist alles auf Animal-Farm-Niveau, also etwa: Schlagzeug böse, kein Schlagzeug gut. Illegale Drogen böse, legale Drogen gut. Manchmal frage ich mich, ob Sie nicht in Wirklichkeit ein Bot sind.
 
Kommentar: In der Tat: Es geht nicht um den Strom, sondern um den Klang und um die extreme und permanente Lautstärke. Und Ihre vereinfachte Darstellung am Ende werden Sie in meinen Texten nicht finden.  

Columba hat am 25.04.2018 18:09:44 geschrieben :

Und diesmal mit Zitaten
Ich beziehe mich auf das Zitat, das laut Ihnen aus der deutschen Übersetzung des Buches von David Tame stammt:
"Die Musik des Voodoo, schreibt David Tame, ist 'die Quintessenz von vertontem Bösen'". Ich persönlich finde in der in meiner vorigen Nachricht erwähnten CD kein vertontes Böses. Vielleicht sollten Sie sich mal über Vodou und verwandte synkretistische afroamerikanische Religionen (z.B. Candomblé, Santeria) informieren. Schadenzauber gibt es übrigens als Volksglaube überall. Im Vodou geht es um die Verbindung mit der sichtbaren und der unsichtbaren Welt.

Natürlich hat die moderne populäre Musik afrikanische Wurzeln, das streitet niemand ab. Sie aber behaupten, dass aus diesen afrikanischen Wurzeln das "Böse" in die westliche Musik gekommen sei, das ist mein Punkt. Damit diskriminieren Sie diverse Länder und Kulturen, aus denen diese Musiktraditionen stammen. ich zitiere aus Ihrer Anwort auf meine Nachricht vom 10.4.:
"Allerdings spricht der Anschein tatsächlich dafür, dass unsere abendländische Musikkultur im Guten wie im Bösen (letzteres in Zusammenarbeit mit anderen Kulturen) die bis jetzt wirksamste und die meisten Menschen ansprechende Musik gefunden hat."
Die "anderen Kulturen", die Sie hier nicht beim Namen nennen, sind die afrikanischen.

Und Sie bestehen darauf, Menschen mit afrikanischer Herkunft mit einem heutzutage als herabsetzend geltenden Wort zu bezeichnen. Lächerlich ist die Diskussion darüber nicht, nur Ihr Bestehen darauf, andere Menschen herabsetzen zu wollen. Zufällig dieselben Menschen, die aus dem Kontinent kommen, dessen Musik Sie als "böse" verunglimpfen.

P.S. Wenn Sprachwandel gesteuert wird, erklären Sie uns doch bitte mal, wie "die Linken" oder wer auch immer die erste und zweite (germanische und hochdeutsche) Lautverschiebung verursacht haben. Danke.
 
Kommentar: Ihr Denkfehler besteht darin, dass Sie eine Aussage kfritisieren, weil sie "diskriminierend" sei. Eine Aussage ist wahr oder falsch, oder auch teilweise wahr und teilweise falsch, aber das hat nichts damit zu tun, ob sie als "diskriminierend" empfunden wird. DIe Umerziehung hat bei Ihnen wunderbar funktioniert.
Auch haben Sie meinen Satz wieder einmal falsch interpretiert. Ich habe nicht gesagt, dass es in der abendländischen Musikkultur nicht auch "böse" Musik gegeben hätte, auch wenn das mangels Tonaufnahmen schwer zu sagen ist - das Böse liegt bekanntlich im Klang, nicht in den Noten. Aber die Perfektion im Bösen, die Optimierung der negativen Wirkung, die ist in der Tat erst entstanden, als sich westliche und afrikanische Musik zusammengetan haben. Sie mögen das als "diskriminerend" empfinden, aber das ändert nichts an den Fakten. Im Übrigen könnten Afrikaner auch argumentieren, dass erst die westliche Technik mit ihren Möglichkeiten der Klangverstärkung und -verzerrung das Böse in der Musik perfektionert hat. Insofern habe ich die Weißen genauso "diskriminiert" wie die Schwarzen.

Ich bestehe nicht darauf, Schwarze "=12pxmit einem heutzutage als herabsetzend geltenden Wort zu bezeichnen", sondern ich  weigere mich, zu akzeptieren, dass ein Wort, das jahrhundertelang nicht herabsetzend war, nun plötzlich herabsetzend sein soll, nur weil bestimmte Leute das so vorschreiben wollen.

Und wieder haben Sie nicht richtig gelesen: Ich schrieb ausdrücklich, die Veränderung von Sprache "geschieht zum großen Teil unbewusst". Das ist der Fall  bei den Lautverschiebungen. Die Neuinterpretation von Wortbedeutungen innerhalb kürzester Zeit, wie bei "Neger" oder "Zigeuner", verschleiernde Wortschöpfungen wie "soziale Gerechtigkeit", oder auch der erweiterte Kunstbegriff, die sind bewusst gesteuert.

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